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Jahreshauptversammlung 2016

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„Er ist die Leitfigur des TSV und Vorbild für alle“ - Adi Pöschl gab nach 46 Jahren den Vorsitz ab – Stefan Hafner tritt seine Nachfolge an

Es war zwar kein Geheimnis mehr, aber doch ein bedeutsamer Tag für den TSV: Nach 46 Jahren ist Adi Pöschl als Vorsitzender zurückgetreten.

„Damit geht eine Ära des TSV zu Ende“, betonte Bürgermeister Heinrich Stenzel bei der Jahresversammlung im Gasthaus Fischer. Unter seiner Leitung hätten sich die Mitgliederzahlen auf über 1000 erhöht. Seine Nachfolge tritt der bisherige Stellvertreter Stefan Hafner an. Pöschl wurde im Rahmen der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Adi Pöschl gab einen Rückblick auf das Vereinsjahr. Die Tendenz der Mitgliederzahlen sei steigend bei 1074 Mitgliedern. Pöschl wies auf die anstehende Sanierung der Sportheime in Rogendorf und am Freibad hin und appellierte an die Marktgemeinde, den Dojo der Judoabteilung in der Mittelschule zu erhalten. Auch für die Flüchtlinge habe man sich engagiert und zehn Paar Fußballschuhe über den Deutschen Sportbund gesponsert.

Johannes Hötzl berichtete von Sporterfolgen und Niederlagen der Fußballer, von Arbeitseinsätzen und der Anschaffung einer einheitlichen Vereinskleidung. Michael Höpfl blickte auf die steigenden Mitgliederzahlen bei der Judo-Abteilung. Derzeit trainierten 85 Kinder und Jugendliche sowie 42 Erwachsene.

Katatraining am Mittwoch

Neu sei das Katatraining am Mittwoch. Erfolgreich sei im März die niederbayerische Einzelmeisterschaft ausgerichtet worden, die intensive Jugendarbeit trage Früchte.

Matthias Bescheid von der Abteilung Ski erinnerte an den Winterskitag für Kinder des Kinderheims Kostenz, an die Teilnahme am Ferienprogramm und an der Mitterfelser Marktmeile, an den Mountainbiketreff und Basketball in Rogendorf. Der neue Hüttenzauber beim Christkindlmarkt sei gut angekommen. Erfolgreich seien Skikurse, Schlittengaudi und Schneeschuhwanderungen durchgeführt und Skifahrten ins Gebirge unternommen worden.

Von der Tennisabteilung berichtete Dieter Prietsch, dass sich die Spielgemeinschaft mit Hunderdorf bewährt habe. Die Buben hätten einen Meistertitel geholt, ein Kleinfeldtraining werde wieder angeboten. Die Sanierung der Beregnungsanlage stehe an, der Spielbetrieb könne am 1. Mai beginnen.

Man werde vor allem die Jugendarbeit forcieren, betonte Norbert Stenzel von der Tischtennisabteilung. Derzeit spiele man mit drei Gruppen, einer Herrenmannschaft und zwei Jugendmannschaften.

Auch die Turnerinnen der Gymnastikgruppe seien aktiv, betonte Leiterin Roswitha Hafner. Jörg Schrader und Peter Karsunke betreuen den Herrensport U 60 und U 40.

Die Volleyballabteilung stehe auf stabilen Füßen, berichtete Simon Wech. Drei Mannschaften, davon zwei Jugendmannschaften, seien aktiv. Das Disco-Turnier werde ebenso stattfinden und das Turnier beim Badfest.

Positiv bewertete Markus Tosch, Abteilung Breitensport, die Aktivitäten beim Lauftreff und die Verbindung zur Schule.

Sportliche Gemeinde

Mitterfels sei eine „sportliche“ Gemeinde, meinte Bürgermeister Heinrich Stenzel. Für die Sanierung des Sportheimes in Rogendorf, das zum Teil der Gemeinde Haselbach gehört, seien Gelder in den Haushalt 2016 eingestellt worden.

( Bildtext : Der neue Vorstand mit Vorsitzendem Stefan Hafner (Zweiter von rechts), Stellvertreter Markus Tosch (hinten rechts) sowie Bürgermeister Heinrich Stenzel (hinten, Zweiter von rechts). Der scheidende Vorsitzende Adi Pöschl (vorne Mitte) wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. (Foto: erö) )

Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis:

Vorsitzender ist Stefan Hafner, sein Stellvertreter Markus Tosch, Kassiere bleiben Reinhard Irlbeck und Hans-Jürgen Heitzer, neu ist Thomas Schneider als Schriftführer, zweiter Schriftführer ist Hans Jakob. Kassenprüfer bleiben Reinhard Stolz und Wolfgang Weber. Zwei passive Vertreter sind Rudi Hötzl und Martin Werner.

Auch Stefan Hafner würdigte die Verdienste seines Vorgängers Adi Pöschl. Einstimmig wurde beschlossen, den scheidenden Vorsitzenden zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.

Ihrem Freund Adi Pöschl brachten Norbert Stenzel und Reinhard Stolz ein Abschiedsständchen. Dabei ließen sie seinen Werdegang noch einmal Revue passieren. Reinhard Stolz erinnerte an Pöschls Heimat, das Egerland, an seine Ankunft in Mitterfels, an das Engagement in 46 Jahren. Von den Anfängen als Fußballspieler über das Amt des Vorsitzenden beim Tischtennisverein bis hin zum Bau der Tennisplätze 1978, des Sportplatzes in Rogendorf 1980, des Trainingsplatzes am Freibad 1997 und der Mountainbikestrecke 2004. Er habe den Trimm-Trab in Mitterfels, das spätere Nordic Walking und den Triathlon ins Leben gerufen und Gymnastikgruppen initiiert.

Bogener Zeitung, 13.04.2016