Chronik des TSV Mitterfels anlässlich der 70-Jahrfeier 1996

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Chronik des TSV Mitterfels - Aufgezeichnet anlässlich der 70-Jahrfeier am 15./16. Juni 1996 von Paul Stahl

Die Geschichte des TSV Mitterfels begann im Herbst 1926. Aufgeschlossene junge Männer, unterstützt von fortschrittlich gesinnten Beamten der damals in Mitterfels beheimateten Ämter und Behörden, gingen daran, sportliche Betätigung in Mitterfels gesellschaftsfähig zu machen. Zur Gründungsversammlung am 23. Oktober 1926 waren 15 sportbegeisterte Personen erschienen, die den Amtsrichter Dr. Etsch zum Vorsitzenden wählten.

Die Herren Dietl als Schriftführer, Kopf als Säckelwart, Moosmüller, und Zimmermann als Turnwarte, Flurer als Spielwart und Eibl als Zeugwart wurden ihm zur Seite gestellt. im folgenden Jahr 1927 wurde die geringfügig geänderte Satzung des Deutschen Turnerbundes übernommen und zugleich der Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Mitterfels beschlossen. Zur Instandsetzung des schon angepachteten Sportplatzes bei Hiendl veranstaltete man eine Haussammlung, die 132 RM erbrachte. Zwei Kuriositäten sind dabei zu vermelden: 1. Sämtliche Landwirtschaft Betreibende schlossen sich aus, 2. der damalige Ortspfarrer, Joseph Brettner, gab eine Spende, verlangte aber die Trennung der Geschlechter bei Sport und Spiel.

 

Mit weiteren 240 RM vom Bezirk Bogen, der Gemeinde Mitterfels und der Brauerei Röhrl aus Straubing war die Sportplatzinstandsetzung gesichert.

 

Die Aktivität des Turn- und Sportvereins war sehr vielseitig, wie eine Aufstellung aus dem Jahre 1929 zeigt. Da standen schon Fußball, Faustball, Leichtathletik, Schwimmen und Schlagball (Deutschball, dem Baseball ver wandt) auf dem Programm. Beim Jahresabschluß, dem sogenannten "Abturnen" im Jahre 1930, wurden von den Teilnehmern 100-m-Lauf, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Diskus, Speer und Schleuderball verlangt. Man besuchte Turnfeste in Straubing, Bogen, Deggendorf, Straßkirchen, Viechtach, Irlbach und auf dem Hirschenstein. Prüfungen für das Sportabzeichen wurden durchgeführt. Die ersten Träger waren Klement Lang, Ludwig Lichtinger, Paul Kißl, Dr. Norbert Bott (Notar) und Josef Huber aus Haselbach. Ludwig Lichtinger war übrigens in ganz Bayern als Schleuderballspezialist bekannt. Er nahm auch an den deutschen Meisterschaften teil. Schließlich fand allwöchentlich auch ein Übungsboxen statt. Das erste Fußballfreundschaftsspiel wird 1931 er- wähnt. Mit einer erst im Laufe des Jahres zusammengestellten Mannschaft gewannen die Mitterfelser in Stallwang mit 11:2, beim Rückspiel in Mitterfels gar mit 14:1.

 

Das folgende wirtschaftliche Krisenjahr 1932 betraf leider auch den jungen Mitterfelser Sportverein. Ein schleichendes Aus begann. Nach der Mitgliederversammlung am 23. Januar 1932 bricht die Chronik ab. Wegversetzung von Beamten, Verlegung von Ämtern mögen eine Rolle gespielt haben, der tiefere Grund war der Anbruch einer neuen Zeit, des Nationalismus. Da wurden neue Verbände gegründet und wer sich nicht einfügen wollte, hatte kein Lebensrecht mehr. Der TSV Mitterfels ruhte von da an 17 Jahre lang.

 

Nach der Währungsreform 1948 erfolgte auch im Sport ein neuer Auftrieb. Zu einer Wiedergründungsversammlung am 8. Mai 1949 luden Alfred Albert, Toni Bachmeier und Ernst Hafner alle Interessenten in den Gasthof Friedenseiche. Von 100 erschienenen Personen ließen sich gleich 94 als Mitglieder aufnehmen. 1. Vorstand wurde Toni Bachmeier, 2. Vorstand Willi Scheitler, Schriftführer Ernst Hafner, Kassier Franz Schmatz, Beisitzer Bernhard Hahn und Alfred Schmidt. Der Verein widmete sich in den ersten Jahren hauptsächlich dem Fußball, aber schon 1950 wurde angeregt, auch Faustball und Leichtathletikabteilungen aufzubauen.

 

Den Vorsitz in der neugewählten Vorstandschaft übernahm Dr. Josef Müller. Höhepunkt dieser Jahre war ein Freundschaftsspiel gegen die Landesligamannschaft des TSV Straubing. Trainer Aumeier, der zugleich Torwart der Straubinger war, hatte es vermittelt. Faustballtreffen und ein Damenhandballspiel werden vermeidet und am 5. August 1951 führte der TSV Mitterfels sein erstes Fußballpokalturnier durch. Aber es kamen auch wieder andere Zeiten. Die Generalversammlung am 21. Juni 1952 zeigte schon deutliche Zerfallserscheinungen. Der Vorsitzende sprach von großen Schwierigkeiten der Fußballabteilung. 9 Spieler der ersten Mannschaft waren abgewandert und der Spielbetrieb konnte nur mit größter Mühe aufrecht erhalten werden. Obwohl die finanzielle Lage laut Kassier Ludwig Stumbeck gesund war, mußte die Fußballabteilung am 10. August 1952 "das Handtuch werfen". Hohe Ausgaben (wegen auswärtiger Spieler) und die Schwierigkeit, überhaupt eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, waren die Gründe. Mit der Fußballabteilung ging der gesamte TSV abermals in "Ruhestellung".

 

Der neue Abschnitt und zugleich der erfolgreichste begann im Jahre 1958. Rund 50 Personen erschienen zur Wiedergründungsversammlung am 31. Mai 1958., Dr. Josef Müller wurde 1. 'Vorstand. Es konnte eine amerikanische Einheit aus Mitterharthausen gewonnen werden, die den Fußballplatz planierte und gleichzeitig vergrößerte. Aber vor Wiederaufnahme des Spielbetriebes musste eine Schuld beim Bayerischen Fußballverband aus dem Jahr 1952 beglichen werden; bis dahin wurden die Spielerpässe zurückgehalten. Hermann Schwarz sen. fuhr extra nach München, bezahlte die Schuld und brachte die Pässe mit. Schon am 31. August 1958 fand das erste Spiel statt. Vielleicht ist die Aufstellung für dieses Spiel interessant: Bert Schwinghammer, Hans Jakob, Herwig Hoinkes, Helmut Hollmer, Erich Hafner, Werner Gattung, Werner Lang, Xaver Kronfeldner, Ernst Zeuner, Richard Siegmund und Adolf Pöschl.

 

Der Name Karl Rauscher taucht bei der Jahreshauptversammlung 1959 erstmals auf, er wurde zum 2. Vorstand gewählt. 1. Vorstand wurde Anton Bachmeier. Unter Bachmneiers Führung erstand am Sportplatz eine Unkleide- und Waschkabine. Bald darauf trat er zurück und Karl Rauscher wurde sein Nachfolger. Unter seiner umsichtigen Leitung entwickelte der TSV rege Aktivitäten. 1960 konnte Rauscher schon von 113 Mitgliedern berichten. Adolf Pöschl wurde als Schriftführer in die Vorstandschaft gewählt. 1960 entstand auf Anregung von Franz Schmatz eine Tischtennisabteilung. 1963 wurden erstmals vereinsinterne Skimeisterschaften beim Kapflhof ausgetragen, nachdem Skifan Franz Schwinghammer für die Gründung einer eigenen Skiabteilung gesorgt hatte.

 

Bei der Jahreshauptversammlung 1963 wurden erstmals Vereinsehrennadeln verliehen (von Vorstand Rauscher angeregt), und im Rahmen eines Sportfestes im Sommer anlässlich der Einweihung des neugestalteten Sportplatzes die ersten Sportleistungsabzeichen (Prüfer Paul Stahl). Es war das erste Sportfest, das noch heute alljährlich als Sport- und Schützenfest veranstaltet wird. Die Schützengesellschaft unter Führung von Schützenmeister Ignaz Schlehuber entschloß sich schon 1964 zum Mitmachen.

 

1964 übernahm Ernst Hafner das Amt des 1. Vorstandes. Es wurde eine Altherrenmannschaft gegründet und neben der Jugend- auch eine Schülermannschaft eingesetzt. Bei der Jahreshauptversammlung 1966 war dann Karl Rauscher wieder zur Übernahme des Vorstandsamtes bereit. In diesem Jahr erstellte man erstmals eine Lichtanlage auf dem Sportplatz. Ab dem Jahr 1966 kamen die Tischtennissportler unter Leitung des neuen Abteilungsleiters Adolf Pöschl immer mehr heraus. im April schafften die Damen (Kruschke, Bachmeier Elke, Vogl Renate) die Meisterschaft in der Kreisliga, im Juni die Herren (Kruschke, Pöschl, Kolibius, Haitzer) den Meistertitel in der Kreisklasse. Im gleichen Jahr stieg die Mitgliederzahl auf 180. Die Fußballer erhielten den Fairneßpreis des Spielkreises Straubing für die Jahre 1961 - 1965.

 

Eine entscheidende Gründung gab es am 5. Januar 1967: Georg Kühbacher rief eine Judoabteilung ins Leben. Auch in Sachen Breitensport tat sich einiges. Neben der Skigymnastik, die alljährlich von dem geprüften Skiübungsleiter Adolf Pöschl geleitet wurde, entstanden zwei Gymnastikabteilungen, für die Damen unter Leitung von Elisabeth Fischer, für die Herren unter Leitung von Paul Stahl. Die Mitgliederzahl schnellte hoch auf 242. Die Tischtennisherren wurden wieder Meister der Kreisklasse, die Tischtennismädchen belegten bei einem Ranglistenturnier die ersten 4 Plätze, die Judoka errangen die niederbayerische Mannschaftsmeisterschaft. Karl Rauscher erhielt 1968 die Ehrennadel des Bayerischen Landessportverbandes, Peter Baumann wurde süddeutscher Juniorenmeister im Judo und die Tischtennisdamen niederbayerische Pokalmeister. Die Jahres- hauptversammlung 1969 berichtet von 307 Mitgliedern; damit ist der TSV der mitgliederstärkste Ortsverein. Nach jahrelanger, mit viel Idealismus geleisteter Arbeit, tritt Karl Rauscher als Vorstand im Jahr 1970 endgültig ab. Er bleibt dem Verein als Hauptkassier treu. Adolf Pöschl wird mit überwältigender Mehrheit zum neuen Vorstand gewählt.

 

Die Mitgliederzahl stieg auf 336. Ein Jahr später sorgte die Judoabteilung für Paukenschläge. Werner Käser und Heidi Grimm wurden deutsche Jugendmeister im Judo. Die Fußballjugend unter Führung von Heinz Uekermann errang 1971 die Meisterschaft in ihrer Klasse, nachdem sie ein Jahr vorher schon Vizemeister geworden war. Der TSV führte Trimmspiele für die Allgemeinheit durch. 1972 zählte man 350 Mitglieder. Traurig ist man über den Wegzug von Georg Kühbacher, der eine schmerzliche Lücke hinterläßt. Ein Volksturntag bringt große Beteiligung. Die Judoabteilung empfängt die kanadische Judo- Jugendnationalmannschaft. 1973 steigt die Mitgliederzahl auf 439. Rudi Hopfner gründet am 12. Mai 1973 eine Volleyballabteilung, die bis heute besteht. 1974 wird ein Wunsch vieler Mütter erfüllt: Unter Leitung von Friederike Döbereiner entsteht eine Abteilung Kinderturnen. Heidi Grimm wird zum zweiten Mal deutsche Meisterin im Judo. Mitterfels beteiligt sich an dem Wettbewerb „sportliche Gemeinde" und wird in seiner Größenklasse Niederbayernsieger. TSV-Vorstand Adolf Pöschl erhält in München aus der Hand von Ministerpräsident Alfons Goppel Pokal und Urkunde.

 

540 Mitglieder im Jahr 1975 und 607 im Jahre 1976 sprechen eine deutliche Sprache zugunsten des TSV Mitterfels, der sich 1976 nach Verständigung mit den Sportlern der Nachbargemeinde in TSV Mitterfels- Haselbach umbenennt. Im Januar 1976 wird die Forderung laut: „Der Raum Mitterfels-Haselbach braucht eine Sportanlage". Ein Förderverein für dieses Ziel wird gegründet: 1. Vorsitzender Adolf Pöschl, 2. Vorsitzender Alois Bernkopf, Schatzmeister Karl Rauscher, Schriftführer Hans Jakob. Unter den 8 Ausschußmitgliedern sind auch die Bürgermeister Walter Uekermann, Mitterfels, Alois Mandl, Haselbach, Paul Stahl als Schulverbandsvorsitzender.

 

Die Judokämpfer eilen auch in diesem Jahr von Erfolg zu Erfolg, erringen niederbayerische und bayerische Meisterschaften.

 

Der erste "Trimm-Trab ins Grüne" wird von Breitensportabteilungsleiter Alois Bernkopf am 6. Mai 1976 für 60 Teilnehmer gestartet.

 

Die Fußballmannschaft wird C-Klassenmeister und steigt in die B-Klasse Straubing auf.

 

Am 17. September 1977 feierte der TSV mit einem Jahr Verspätung sein 50jähriges Bestehen; Hauptgeschäftsführer Konrad Wagner vom Bayerischen Landessportverband hielt die Festansprache. Mitterfelser Stubnmusi, Liedertafel Mitterfels und Männergesangsverein Haselbach sorgten für musikalische Umrahmung. 4 Tage lang wurde Sport angeboten, zum Zuschauen und zum Mitmachen. Bei der Jahreshauptversammlung 1978 wurde die bewährte Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt. Die TSV- Skiabteilung veranstaltete zum ersten Mal, mit großem Erfolg, einen Weihnachts-Ski-Basar.

 

1978 zählte der TSV Mitterfels-Haselbach über 700 Mitglieder. Mit dem Bau von Tennisplätzen beim Panorama-Freibad wurde begonnen. Die Tischtennisjugend wurde Kreisligameister. Walter Sörgel übernahm das Zepter in der Fußballabteilung. Am 12. Juli 1979 erfolgte die Gründung einer Tennisabteilung; Georg Borchert wurde 1. Vorstand, Claus Ostermeier 2.Vorstand, Karl Janker Sportwart. - Ilse Weinbacher errang die TT-Kreismeisterschaft der Mädchen. Als guter Griff erwies sich die von Judo-Abteilungsleiter Karl Klein gegründete Kampfgemeinschaft Mitterfels- Straubing. Sie wurde auf Anhieb bayerischer Mannschaftsmeister. Franz Axinger wurde bayerischer Polizeimeister im Judo.

 

Am 1. Januar 1980 wurde in Mitterfels die erste Langlaufloipe auf dem Forst- und Reitweg im unteren Peribachtalbereich (Ausgangspunkt Kreuzkirchen) eröffnet. Werner Käser wurde südbayerischer Judo-Meister. Beim Sportabzeichenwettbewerb erreichte der TSV Mitterfels-Haselbach einen hervorragenden 3. Platz in Niederbayern, nachdem man mit dem Schulsportabzeichen schon seit Jahren an der Spitze lag. (Alois Bernkopf als Initiator!) Bei der Trimm-Traberöffnung gab es mit 150 Teilnehmern einen Rekord. Der neue Sportplatz, der durch die Hauptinitiative von Walter Sörgel in Rogendorf entstanden war, wurde am 15. Juni 1980 feierlich eingeweiht; Pfr. Ludwig Pramps und der evangelische Pfr. Künzel spendeten den kirchlichen Segen. Viel Prominenz war erschienen. Alle rühmten das Gemeinschaftswerk zweier Nachbargemeinden. Da die Fußballmannschaft nach einem Jahr B-Klasse wieder abgestiegen war, meinte Landrat Ingo Weiß: „Ein Ort wie Mitterfels gehört in die B-Klasse!" 4 Tage sportlicher Veranstaltungen schlossen sich an.

 

Leider wird bald darauf der Sportplatz zum Zankapfel zwischen dem TSV Mitterfels und dem neu gegründeten ESV Haselbach. Die Judomannschaft wurde bayerischer Vizemeister. Alois Bernkopf steckte eine neue Langlaufloipe mit Start beim Friedhof aus. Sie wurde sehr gut angenommen. Im Januar 1981 führte die Skiabteilung erstmals die Mannschaftsmeisterschaft im Riesentorlauf durch. Und bei der Jahreshauptversammlung wurde mit 834 Mitgliedern ein neuer Höchststand erreicht. Es gab wieder Siege für Tischtennis und Judo. Beim Sport- und Schützenfest wurden auch leichtathletische Wettkämpfe veranstaltet und das Mehrkampfabzeichen abgenommen. Am 1. August 1981 erfolgte die Einweihung der neuen Tennisanlage, die unter maßgeblichem Einsatz von Georg Borchert in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde geschaffen wurde. Das "Schwert von Mitterfels" als Wanderpokal wurde von den Einheimischen gewonnen. - Die deutschen Spitzentennisspieler Meiler und Zirngibl boten anlässlich der Einweihung der Tennishalle beim Appartementhotel einen Schaukampf. Werner Käser qualifizierte sich für die deutsche Judomeisterschaft. Die Langlaufloipe wurde ausgeweitet und hat jetzt eine Länge von 11 km. 1982 zählte man 897 Mitglieder. Die Herren-Tennismannschaft schaffte den Aufstieg in die Kreisklasse 1. 1983 wurde die Langlaufloipe nochmals erweitert. Die Mitgliederzahl betrug jetzt 948. Im Juni musste ein Entscheidungsspiel zwischen dem TSV Mitterfels-Haselbach und dem TSV Stallwang über die C-Klassenmeisterschaft im Fußball entscheiden. Die Einheimischen siegten verdient mit 4:1 und stiegen wieder in die B-Klasse auf.

 

Nach der Meisterschaft in der Kreisklasse 1 wurde im Jahre 1983 der Aufstieg der Herren-Tennismeisterschaft in die Kreisliga gebührend gefeiert.

 

Der TSV veranstaltete auf dem Gelände des Freibades ein großes Spielfest für Groß und Klein. Im November 1983 wurde erstmals von Bürgermeister Lang eine Sportlerehrung in Mitterfels durchgeführt.

 

1984 errangen die Judoka 4 niederbayerische Titel. 970 Mitglieder gehörten dem TSV an. Hauptkassier Karl Rauscher hörte auf. Sein Nachfolger wurde Franz Graf. Im Oktober 1984 schafften auch die Tennis-Damen den Aufstieg in die Kreisliga. - 1985 erhielt die Tennisabteilung eine Ballwurfmaschine. Bei der Jahreshauptversammlung sprach man von 1086 Mitgliedern. Im Breitensport erwarben 27 Teilnehmer das DLV-Laufabzeichen. Die TSV-Tischtennisabteilung war erfolgreichster Verein bei den Kreiseinzelmeisterschaften der Jugend. Die Jugendabteilung hatte 300 Mitglieder und war damit stärkste Abteilung innerhalb des TSV. Ab März 1986 gab es ein Mutter- und Kindturnen. 1132 Mitglieder bedeuteten einen neuen Höchststand. Werner Käser war für 3 Wochen zum Mittraining nach Japan eingeladen. Die TT-Damen wurden Meister der Bezirksliga West. 30 Sportabzeichen wurden erworben. Im Februar 1987 wurde die Mitterfelser TT-Jugend Kreispokalmeister, bei den alpinen Skimeisterschaften der Skiabteilung wurde Christian Kell überlegener Sieger. Die TT-Jugend wurde auch noch Meister des Spielkreises und die Tennisdamen schafften ungeschlagen den Aufstieg in die Bezirksklasse. Leider stiegen die Fußballer wieder aus der B- in die C-Klasse ab. Die Skiabteilung führte beim Sport- und Schützenfest 1987 den ersten Bayerwald-Bierzelt-Triathlon durch: Baumscheibensägen, Unterarmdrücken und Maßkrugstemmen. Werner Knott gewann das Kreisranglistenturnier der A-Klasse im Tischtennis. Maria Schmidbauer machte es ihm 1988 nach und wurde Kreismeisterin der A-Klasse. Michael Seebauer fuhr Bestzeit bei den alpinen Skimeisterschaften. 1188 Mitglieder zählte der TSV. Kann es da noch eine Steigerung geben? Die australische TT-Nationalmannschaft spielte in der Mitterfelser Turnhalle gegen eine Auswahl des Spielkreises Straubing. Maria Schmidbauer, Werner Knott und Klaus Wiesmüller vom TSV Mitterfels waren dabei. - Dann wieder ein Paukenschlag des Breitensportwarts Alois Bernkopf-. Am 30. Juli 1988 führte er den ersten Jedermann-Triathlon in Mitterfels durch: 600 m Schwimmen im Freibad, 25 km Radfahren und 10 km Laufen. Franz Schwinghammer wurde Gesamtsieger.

 

Der mehrmalige chinesische TT-Weitmeisters Guo Yuehua und der tschechische Spitzenspieler Daniel Suchanek boten 1989 in der Mitterfelser Turnhalle Schaukämpfe, auch gegen Klaus Wiesmüller und Werner Knott vom TSV. Bei der Jahreshauptversammlung wurde Hannelore Boyen besonders geehrt, weil sie zum zwanzigsten Mal die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen in Gold erfüllte. Die TT-Jugend wurde ohne Punktverlust Meister der Bezirksliga Nord und die TT-Damen errangen die Meisterschaft in der Bezirksliga. Die TSV-Fußballer stiegen wieder in die B-Klasse auf. Dann holte die TSV-TT-Abteilung die größte TT-Show der Welt in die Dreifachturnhalle in Bogen, die französischen Spitzenspieler Secretin und Vincent.

 

Schon 1990 treten Guo Yuehua (10facher Weltmeister) und Liang Geliang (6facher Weltmeister) in Mitterfels wieder auf. Der Mitterfelser Jedermann- Triathlon wird unter Schirmherrschaft von Landrat Ingo Weiß auch als Kreismeisterschaft gewertet. Dr. Stefan Riedl und Adolf Pöschl erreichen in ihren Altersklassen jeweils den 3. Platz. - 1990 ist auch das Jahr des Franz Schwinghammer. Zum zweiten Mal qualifizierte er sich für die "Ironman World Championchip" der Triathleten auf Hawaii - und diesmal fuhr er auch hin. Sein Erfolg war groß, er belegte in seiner Klasse den 6. Platz und in seinem Geburtsjahrgang den 1. Platz. (3,8 km im Meer schwimmen, 180. km Radfahren und zum Schluss einen Marathonlauf = 42,1 km.)

 

Im Rahmen des TT-Ladies Grand Prix starteten Spitzenspielerinnen aus Deutschland, Tschechien, Ungarn und China in der Mitterfelser Turnhalle. - Leider löste sich gegen Ende des Jahres die so erfolgreiche TT-Damenmannschaft des TSV auf.

 

Am 8. März 1991 starb der Ehrenvorsitzende des TSV Mitterfels, Karl Rauscher (10 Jahre Vorstand, 13 Jahre Hauptkassier). Unter seiner Führung gab es im TSV Mitterfels zahlreiche Neuerungen, als Hauptkassier wachte er mit Argusaugen darüber, dass ja jede Mark sinnvoll ausgegeben wurde. Die TT-Mädchen gewannen die Kreispokalmeisterschaft und Mitterfels 11 wurde Vizemeister. Dieter Prietsch übernahm die Führung der Tennisabteilung und die Fußballer konnten sich in der B-Klasse behaupten.

 

Beim Sport- und Schützenfest starteten 130 Teilnehmer zum Triathlon, was eine immense Organisationsarbeit bedeutete. Im Freibad fand das Spielfest des TSV großen Anklang bei jung und alt. Die Tennisabteilung hatte durch Vermittlung von Günter Mannes erstmals die tschechische Mannschaft aus Domazlice (Taus) für ihr Pokalturnier eingeladen. Dabei zeigte sich eine deutliche Überlegenheit der Tschechen. Die Fußballmannschaft begann die neue Saison bestens, war zwei Spieltage lang Tabellenführer, aber am 9. Spieltag schon wieder in der unteren Hälfte. Ernst Hafner kandidierte bei der Jahreshauptversammlung 1992 nicht mehr für das Amt des 2. Vorsitzenden. Einstimmig wurde sein Sohn Stefan Hafner an seine Stelle gewählt. Ernst Hafner, der sich um den TSV Mitterfels sehr verdient gemacht hatte, wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Auch Reinhard Stolz, 19 Jahre lang Leiter der Tischtennisabteilung, legte sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Für ihn kam Helmut Dietl, ebenfalls schon lange in der Tischtennisabteilung aktiv und einer der besten Spieler. Am 27. April gab es in der Turnhalle wieder Schaukämpfe von zwei weltberühmten chinesischen Tischtennis-Assen: Guo Yuehua und Chen Xinhua. Sie begeisterten die Zuschauer auch mit gelungenen Schaueinlagen. Werner Knott und Klaus Wiesmüller schlugen sich gut.

 

Die Fußballmannschaft verabschiedete sich wieder aus der B-Klasse. Breitensportwart Alois Bernkopf startete wieder eine neue Disziplin, den Volkslauf mit Erwerb des DLV-Laufabzeichens. Die Tennisfreundschaft mit Domazlice wurde gefestigt, es erfolgte eine Gegeneinladung.

 

1993 übernahm Franz Axinger die Leitung der Judoabteilung, Dr. Thomas Riedl die Leitung der Tennisabteilung. Eine Aerobic-Gruppe wurde gegründet und fand großen Anklang. Beim Familiensportfest auf dem Sportgelände in Rogendorf gab es fast alles vom Seilschwingen bis zur Aerobic-Vorführung. Im Festzelt anlässlich des Sport- und Schützenfestes gab es eine -Diskussion unter dem Titel: jetzt red i". Viele Fragen und Probleme wurden angesprochen und von Bürgermeistern, Marktgemeinderäten und Gästen beantwortet. - Wegen des großen Interesses wurde im November eine eigene Triathlon-Abteilung gegründet mit Markus Tosch als Abteilungsleiter, Henner Wehn als stellvertretenden Leiter, Michael Eberhardt als Sportwart und Franz Schwinghammer als Kassier.

 

1994 plante die Skiabteilung erstmals Snowboardkurse ein.

 

Der Hauptausschuss schlug eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge auf ein vom Bayerischen Landessportverband akzeptiertes Niveau vor: 40 DM für Erwachsene, 30 DM für Ehegatten, 20 DM für Jugend und 10 DM für Kinder. Dies wurde später von der Hauptversammlung gebilligt. Es gab nur ein paar Protest-Austritte. Da der Fußballtrainingsplatz sehr im Argen lag, forderte der TSV eine menschenwürdige" Sanierung. - Am 16. 4. veranstaltete das Tri-Team einen Duathlon mit 5 km Lauf - 40 km Radfahren - 5 km Lauf. 84 Teilnehmer kamen aus ganz Bayern und einige auch aus Tschechien. Zur offiziellen Eröffnung des Fahrradweges am 3. Mai begann die Breitensportabteilung Lauftreff und Volkslauf vom Bahnhof aus. Der Chinese Chen Yinhua kam wieder in die Turnhalle und absolvierte herrliche Schaukämpfe gegen den Tschechen Pansky und Klaus Wiesmüller, sowie den Bayernligaspieler Peter Persich aus Straubing.

 

Im August starb das Gründungsmitglied von 1926, Herr Ludwig Lichtinger sen., langjähriger Aktiver und Hauptausschussmitglied. Er war in seiner aktiven Zeit in ganz Bayern als Schleuderballspezialist bekannt.

 

In vielen Arbeitsstunden leisteten aktive Fußballer umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am alten Trainingsplatz und am neuen Sportplatz in Rogendorf. Am 15. November 1993 veranstaltete die Fußballabteilung das 1. Mitterfelser Starkbierfest.

 

Die Volleyballmannschaft befand sich gegen Ende des Jahres stark im Aufwind.

 

Ein aktuelles Thema wählte die Skiabteilung für ihren Faschingsball 1995: Hexen, Gespenster und andere Mitterfelser trafen sich beim Skihaserlball. Robert Bubetz übernahm die Tennisabteilung. - Die Tischtennisabteilung feierte ihr 35jähriges Bestehen im Rahmen des Maifestes des EV Mitterfels mit einem gut besetzten Pokalturnier und einem Oldie-Turnier. Bei der Jahreshauptversammlung 1995 konnte Vorsitzender Adolf Pöschl erstmals eine Mitgliederzahl von über 1200 nennen. 110 Teilnehmer aus ganz Niederbayern und angrenzenden Gebieten kamen zum 2. Mitterfelser Volkslauf, der diesmal unter der Leitung von Uschi Strobl stand, der ehemaligen 2-fachen Deutschen Meisterin und Hallenbestzeit-Halterin im 800- m-Lauf. Es gab teilweise hervorragende Ergebnisse trotz schlechter Witterung (,Ein echter Läufer läuft bei jedem Wetter"). Ein schlimmes Jahr war 1995 für die Fußballabteilung; sie hatte drei Tote zu beklagen: Klaus Feldmeier, stellv. Abteilungsleiter, Heinrich Keiper, Manager der Altherrenmannschaft und Hans Heitzer, langjähriger Abteilungsleiter. - Der TSV Mitterfels spielte eine hervorragende Rolle bei der 800-Jahrfeier des Marktes Mitterfels. Man erinnert sich gerne an das Zigeunerlager der Skiabteilung, an die Gauklergruppe, die akrobatischen Vorführungen der Jugendlichen unter Leitung von Gabi Uekermann, die Fahnenschwinger, den Gewichtheber Gerd Lex, den Jongleur Christopher Dietl und andere. Die 1. Volleyballmannschaft schaffte den Aufstieg in die A-Klasse der Stadtrunde Straubing. Die Marktgemeinde erwarb ein Grundstück für den neuen Trainingsplatz und fing noch 1995 mit den Planierungsarbeiten an. Die Judoabteilung erreichte die Meisterschaft in der Bezirksoberliga und kann 1996 in der Landesliga kämpfen.

 

Im Oktober startete Breitensportwart Alois Bernkopf die neue Jedermann-Sportart Walking.. 20 Versuchskaninchen legten 4 oder 5 km in entsprechenden Zeiten zurück. "Versuch geglückt - Walking wird weitergeführt", stellte Bernkopf fest.

 

Schon bald zu Beginn des Jahres 1996 errang Christian Kell die niederbayerische Judomeisterschaft im Halbschwergewicht. - Bei der Jahreshauptversammlung nannte Vorsitzender Adolf Pöschl drei Hauptziele für 1996: 1. Fertigstellung des neuen Trainingsplatzes durch die Marktgemeinde, 2. Weiterverfolgen des Baues einer Doppelturnhalle, 3. 70-Jahrfeier des TSV Mitterfels. - Die Skiabteilung unter der Leitung von Peter Sirowatka berichtete vom neuen Übungslift, der sich schon bei den Skikursen bestens bewährt habe. Bei der Trimm-Traberöffnung machte eine größere Zahl von Walkingfreunden mit.

 

Im April 1996 gründete Rita Neidl die Abteilung Mutter/Vater/Kind-Turnen.